WIR - EINST UND HEUTE

Das Gut Oberstockstall ist lebendige Tradition. Seit dem 12. Jahrhundert wird hier Landwirtschaft betrieben. Vor gut sechs Jahrzehnten, als meine Großväter Josef Jamek und Fritz Salomon hier neben Grünen Veltliner auch Gelben Traminer, Blauburgunder, Riesling und Chardonnay in den Wagramer Löss setzten, hat der Weinbau zunehmend an Bedeutung gewonnen. Meine Eltern führten den einmal eingeschlagenen Weg fort, ehe 1990 meine Zeit am Weingut begann. 2002 stellten wir offiziell auf biologische Bewirtschaftung um und fügten unserem weinbaulichem Konzept mit der Umstellung auf biodynamische Produktion 2008 eine neue qualitative Dimension hinzu. Das damit einhergehende Privileg mit immer besseren Trauben arbeiten zu dürfen, nutzen wir in stets kompromissloseren Vinifikationen. Wir vergären spontan, steuern die Temperatur nicht mehr, filtern selten und schwefeln spät und wenig und bisweilen gar nicht mehr. Und wir setzen auf den Faktor Zeit, weil wir wissen, dass er langsam aber verlässlich die versteckten Seiten unserer Weine offenlegt.

BODEN & BIODIVERSITÄT

Der Boden ist das lebendige Fundament unserer Rebstöcke. Schon im Boden kannst du ablesen wie ein Winzer denkt, arbeitet und letztlich auch wie seine Weine schmecken. Die Hinwendung zur Biodynamik, wo dem Boden entscheidende Bedeutung zukommt, war folglich ein naheliegender Schritt. Dank vielfältiger Maßnahmen, dem Ausbringen von Präparaten und der Förderung ökologischer Vielfalt sind meine Rebflächen in den letzten Jahren im wahrsten Sinne des Wortes zu Weingärten geworden. In und über der Erde spielt sich das pralle Leben ab. Das Miteinander von Pflanzen, Insekten, Vögel und Reptilien hat dabei nicht nur eine ästhetische Dimension. Aktives Bodenleben bedingt auch eine stärkere Widerstandskraft gegenüber negativen Umwelteinflüssen, eine bessere Durchlüftung, eine tiefere Verwurzelung und ein vielfältigeres Nährstoffsystem und manifestiert sich in vitalen Rebstöcken und gesunden Beeren. Meine Weine legen davon Zeugnis ab.

RIEDEN & WEINBERGE

Die Ordensbrüder des Bistums Passau waren die ersten, die in die Weingärten des heutigen Guts Rebstöcke setzten. Die Tatsache, dass Tobel, Brunnberg, Kirchenberg & Maulbeerpark in den folgenden 700 Jahren immer wieder aufs Neue bestockt wurden, legt die Vermutung nahe, dass sie stets zu den besten Lagen des Wagrams gezählt wurden. Jede der vier Lagen erzählt ihre eigene Geschichte, allen gemein sind aber zwei entscheidende Faktoren: Zum einen bläst durch ihre Rebreihen beständig Wind, was den Weinen eine kühle Geradlinigkeit und eine lebhafte Struktur mit auf den Weg gibt; zum anderen basieren sie allesamt auf Löss, einem feinkörnigen Sediment, das in den Eiszeiten aus nördlich der Alpen gelegenen Gletschervorfeldern in den Wagram geweht wurde. Löss erwärmt sich schnell, speichert ausreichend Wasser und ist reich an Mineralien. Dank seiner Lockerheit liefert Löss den Reben die Möglichkeit, breit und tief zu wurzeln.

"NATURWEINE": Vielschichtig & Lebendig

Nicht jeder Winzer, der Naturwein produziert, ist mit dieser Bezeichnung glücklich. Manche ersetzen sie und stellen dem Wort Wein Adjektive wie roh, nackt, wahr oder echt voran. Welche Bezeichnung aber letztlich auch gewählt werden mag, die Intention ist doch immer dieselbe: Es geht darum, Weine in die Flasche zu bekommen, die mit einem Minimum an Eingriffen und Zusatzstoffen auskommen und dank behutsamer Pflege Authentizität, Herkunft und Tradition aber auch Trinkfluss, Lebendigkeit und Aromenvielfalt in den Mittelpunkt rücken. Eine gesetzliche Regelung, was „Naturwein“ tatsächlich ist, wäre wünschenswert, lässt allerdings auf sich warten.

Weshalb wir uns über die letzten Jahre eine eigene Agenda erschaffen haben: Im Weingarten arbeiten wir demeterzertifiziert nach biodynamischen Prinzipien. Im Keller vergären wir ausnahmslos spontan, die Temperatur wird grundsätzlich nicht reguliert. Ein paar wenige Weine filtern wir, doch bieten wir alternativ dazu immer auch ungefilterte Versionen an. Wir begleiten unsere Weine, beobachten und probieren sie und treffen fortwährend Entscheidungen, die großen Einfluss auf den Wein haben: Wir legen beispielsweise die Gebinde fest, in denen die Weine reifen, bestimmen über die Zeit auf der Fein- oder Vollhefe, die Maischestandzeiten oder den Luftkontakt. Aber wir nehmen nichts weg und fügen, mit der Ausnahme von geringen Mengen Schwefeldioxid (und auch das nicht immer), auch nichts hinzu.

Unsere Weine sind offen, einladend, vital, ausdrucksstark und langlebig. Sie sind ein Blick zurück aber auch ein Schritt in die Zukunft. Sie verweigern sich den landläufigen uniformen Typizitäten und Pauschalisierungen, sind vielmehr Fingerabdrücke ihres Terroirs und schöpfen das Aromaspektrum ihrer Rebsorten aus. Sie sind pures Handwerk und spiegeln unsere Ideen und letzten Endes auch uns selbst wieder.

Grüner Veltliner Wachrein
Grüner Veltliner
 Wachrein 
Rosé
Rosé
  
Rotweine
Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon
  
Edler Brand

Die Tradition der Edelbrände wurde von unserem Urgroßvater 1921 mit der Marille begründet. Manche Bäume stammen noch aus diesem Jahr.

Wie auch bei unseren Weinen setzen wir bei den Bränden auf höchste Qualität und holen den Geschmack der vollreifen Frucht in die Flasche.

Sie finden bei uns: Marillenbrand, Quittenbrand, Tresterbrände vom Burgunder und Traminer

Aktuelles
aus dem Weingut
Gustier-Paket
Gustier-Paket

bestehend aus je einer Flasche
Grüner Veltliner Wachrein 2017 
Grüner Veltliner Brunnen 2016 
Grüner Veltliner Maulbeerpark 2014 
Riesling Tobel 2014 
Chardonnay Kirchenberg 2014 
Blauer Burgunder 2013

inklusive Versand € 105,-

Weine einfach bestellen:
per Email an wein@gutoberstockstall.at
oder telefonisch unter +43 2279 2335 12

Gerne schicken wir Ihnen die entsprechenden Weine per Post zu.
Sie bezahlen bequem per Erlagschein.

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